Dario Fo und Franca Rame
Offene Zweierbeziehung
Mit Karin Wirthner und Andrej Togni
Regie: Arlette Zurbuchen
 

Die Szenen dieser Ehe sind von der Selbstironie, aber auch von bitteren Einsichten geprägt. Wie spitze Klingen funkeln die Dialoge, manches kommt einem bekannt vor. Langsam lebt Antonia auf, schrumpft das Selbstgefühl ihres Mannes - besonders in jenem Augenblick, als er erfahren muss: Auch Antonia hat einen Geliebten, einen Professor, der Rockmusik macht...
Oder hat sie ihn erfunden, um sich zu rächen?

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"Offene Zweierbeziehung“ ist ein witziges, intelligentes und immer noch aktuelles Stück. Mehr denn je überlegen wir, wie wir eine Zweierbeziehung leben und gleichzeitig unsere individuellen Bedürfnisse wahrnehmen können. Für beide Geschlechter sind die Ansprüche an eine Zweierbeziehung sehr hoch. Es gibt für das Zusammenleben keine allgemeingültigen Rezepte mehr, die man einfach übernehmen könnte.
Auch Dario Fo liefert in diesem Stück keine abschliessenden Antworten. Aber er entlarvt schonungslos festgefahrene Verhaltensmuster. Wir lachen über das beziehungungsmüde und nicht voneinander lassende Paar, und doch werden wir auf uns selber zurückgeworfen. Welchem der Beiden bin ich näher? Wie würde ich reagieren, wenn…

Dazu kommt der intelligente, scharfe Wortwitz und die wunderbar genau beobachteten Personenprofile der Rollen.

Dieses Stück ist etwas für Theatergourmets. Ein Stück, das den Zuschauerinnen und Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein Stück, das dem Darsteller-Paar alles an Spielfreude, Tempo, Präzision und komödiantischem Können abverlangt.

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